Die Hethiter haben zur Verzapfung von Felsen oder Werksteinen mit weiteren Elementen (Fachwerk, Steinmauern, u.a.) Hohlbohrer verwendet.

Photo: Ulf Röttger
Eine Schieblehre hat leider für Innenmessungen meist nur einen geringen Tiefgang, was bei ausgefransten Rändern letztlich zu fehlerhaften Meßwerten führen würde. Dazu erfordern sie ein Aufliegen des ganzen Geräts, was ebenso nichts stets möglich ist.
Als ich dann in einem Onlineshop einen Innentaster (für Rohre, o.ä.) aus Beständen der ehemaligen NVA fand, wußte ich genau: das ist die Lösung. Zum Glück ist NVA-Material trotz zum Teil robuster und guter Verarbeitung geradezu billig und oft so simpel aufgebaut, daß jederman es leicht bedienen und ggf. reparieren kann.
Die Skala ist auf halbe Zentimeter genau, man kann aber durch Schätzung der Zwischenabstände auf ziemlich genau 2,5 mm Präzision arbeiten. Die Strich-Skala reicht von 0-20 cm, meßbar sind Durchmesser von ca. 0,75 cm bis in etwa 21 cm. Das Gerät ist komplett aus Metall, nicht einmal die Skala ist gedruckt sondern geprägt. Für 3 € kann man sich nicht einmal einen vernünftigen Zollstock kaufen. So dürfte es auch dem rauhen archäologischen Feldalltag standhalten.
